Im Januar 2014 konnte die AMPO-Krankenstation nach dem Umbau wieder eröffnet werden und strahlt nun mit neu gestalteten Räumen. Die folgenden Bilder zeigen die Baumaßnahmen und deren Ergebnisse in den einzelnen Bereichen der Krankenstation.
1. Von der Straße aus gesehen.
Hier der Tag an dem uns vom Bauamt mitgeteilt wurde, wir hätten das Eingangstor zu unserer Krankenstation innerhalb von zwei Stunden zu schließen weil sie heute Baubeginn haben!
Kurzerhand schlugen wir ein Loch in die Außenwand der Gynäkologie.
Hier mußten nun alle Patienten durch, folgerichtig schloß unser Gynäkologe seine Sprechstunden. Gleichzeitig mußten wir unseren Wartehangar abreißen, hatten also keine Warteräume mehr, und das bei ca. 100 Patienten pro Tag. Wie sollte es nun weitergehen? Auf Anfrage beschloß eine Schweizer Stiftung uns zu helfen. Da wir seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten, wissen wir was wir aneinander haben!
Mit einer spontanen Spende von 20.000 Euro Baugeld plus unserer vorhandenen Mittel von 15.000 Euro konnten wir eine komplett umgebaute Krankenstation erstellen. Sämtliche Unterlagen dazu sind in unserer Buchhaltung registriert und können jederzeit eingesehen werden.
Hier unsere Nottür. 14 Tage lief die Krankenstation noch unter sehr erschwerten Umständen weiter.
Baulärm und die gefährlichen Baumaschinen (vor allem für die vielen Kleinkinder ohne Wartesaal) machten uns das Leben schwer. Dann schlossen wir für 14 Tage und begannen den Umbau.
So elegant wie in einer afrikanischen Privatklinik sieht es nun bei uns aus! Der gesamte Eingangsbereich liegt nun an der Seitenstraße.
Bis gegen 10.00 morgens bietet der neue Hangar guten Schatten, ab dann genügen die Warteräume im Inneren.
Hier nun beide Eingänge und alle fünf neuen Dächer. Deren Bau war besonders schwierig, denn die 15 Jahre alten Gebäude waren damals nicht im korrekten Winkel gebaut worden – darauf nun ein 100%iges viereckiges Dach zu setzten ließ die Köpfe der Dachdecker und Maurer rauchen – und vor allem den des Bauleiters Salif Nikiemas, meines Mannes.
Er hatte schlaflose Nächte! Am Ende kamen aber seine Ideen wunderbar zum Tragen und alles stimmt nun. Dazu noch sieht es sehr gut aus. Alle Räume sind fast zwei Meter höher als vorher, was bei der Hitze eine Erleichterung ist.
2. Warteräume
So sah es früher bei uns aus: Niedrige Räume, dichtes Gedränge, lange Wartezeiten wegen Raummangel – wir hatten nur drei Behandlungszimmer.
Alles hustet, spuckt, die Kinder pinkeln direkt auf den Boden, es stinkt obwohl wir täglich zwei Reinemachefrauen beschäftigen. Da half kein Putzen mehr, die Basisbedingungen waren einfach zu unhygienisch.
Da hilft nur eines: retten was zu retten ist und den Rest abreißen. Wir hatten nur wenig Zeit und so wurden alle Mitarbeiter der Krankenstation zu den Arbeiten hinzugezogen.
Hier wird aus einem Optiker und einem Kinesietherapeuten gerade eine Schuttabräumteam! Alle haben ohne zu zögern mit angepackt und halfen säubern, sortieren, streichen etc – trotz viel Arbeit und viel Staub hatten wir eine gute und lustige Zeit gemeinsam mit den Handwerkern.
Das Wichtigste: Aufstocken!
Täglich kämpften die Maurer mit den alten Steinen von denen nicht wenige ersetzt werden mussten. An vielen Stellen hatte es trotz häufiger Reparaturen durchgeregnet, sodass wir froh waren, das alte Dach endlich erneuern zu können!
Hier der Vorher –
Nachher – Effekt unseres ersten Wartesaales!
Wir haben es geschafft: wir haben Luft, wir haben Schatten.
Die gekachelten Warteräume können leicht sauber gehalten werden. Es herrscht keine drangvolle Enge mehr, denn wir haben nun fünf Behandlungsräume, so verteilen sich die 100 bis 150 Patienten bis mittags. Die Patienten sind merklich erleichtert.
Nachmittags gibt es ohnehin nur einen Notdienst und dann die Termine auf Bestellung bei den Dentisten und den Gynäkologen.
3. Behandlungsräume
Alle Mitarbeiter strahlen –
es ist endlich
alles klimatisiert!
Selbst die Gynäkologie
ist nun endlich gut untergebracht.
3 WC ́s für alle.
Vorher!
Nachher!
Endlich haben wir ein großes Medikamentendepot.
4. Wunderbare Handwerker, Helfer und eine Einweihungsfeierfeier
Hier die freiwilligen Helfer.
Hier die Maler und Aufräumer.
Baubesprechung mit dem Bauleiter Salif Nikiema, jeden Morgen und jeden Nachmittag.
Die Dachdecker am verzweifeln
weil nichts quadratisch ist!
Salif Nikiema unzufrieden weil alles viel zu lange dauert,
denn die Spezialisten für die Zahnarztstühle reißen immer wieder neu die Mauer auf…
Endlich ist es geschafft.
Alle Handwerker und alle Mitarbeiter der Krankenstation sind froh.
Selbst unser Maskottchen Dr. Lustig strahlt in neuem Glanz. Nach 12 Jahren hat er endlich neue Schuhe bekommen!
Und am allerglücklichsten sind diese Zwei! Endlich kein Bauschutt mehr, endlich gute hygienische Verhältnisse und anständige Arbeitsbedingungen. Danke liebe Geber, liebe Dear Foundation und alle anderen Helfer, dies ist ein großer Schritt für die kranken Menschen in Burkina Faso!
Der Leiter der Krankenstation, Dénis Yaméogo, und Katrin Rohde senden beste Grüße!